Grußworte

Künstlerischer Leiter, Prof. Ludwig Güttler

Ludwig Güttler (Foto: Juliane Njankouo)
Ludwig Güttler (Foto: Juliane Njankouo)

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde von „Sandstein und Musik“!

Nicht alltäglich ist es trotz engagiertem Tun, Organisieren, Musizieren und sorgfältigem umfassendem Bemühen, auf silberne 25 Jahre eines Erfolgs zurückzublicken. Nicht zuletzt geht es darum, hieraus Mut und Tatkraft, Hoffnung und Zuversicht für das bevorstehende Jahr unseres Festivals zu schöpfen. Und dies umso mehr, als das für 2018 ausgewählte Thema „Krieg und Frieden“ durch das Geschehen um uns herum, ja sogar unmittelbar bei uns an Aktualität gewinnt. Es rührt an den Wurzeln unserer Existenz, wenn wir uns als Kulturnation, die es versteht, aus der Geschichte zu lernen, wirklich ernst nehmen. Seit Jahrhunderten haben unsere Vorfahren, politische Grenzen überschreitend, Menschenwürde gezeigt, hörbar und erlebbar gemacht, nicht nur für ausgebildete Ohren, sondern für alle Menschen, die fühlen und begreifen, dass uns durch die Musik menschliche Begegnungen unverlierbar geschenkt werden.

Reformator Martin Luther hat es in deutlichsten Worten zum Ausdruck gebracht. In einem Brief an den Komponisten Ludwig Senfl 1530 schrieb er, dass „nach der Theologie keine Kunst sei, die mit der Musik könne verglichen werden“. Wir versuchen, mit Hilfe von Spitzenwerken ebendies in erlebnisstarken Räumen zum Klingen zu bringen – auch im 26. Jahr von „Sandstein und Musik“. Unsere künstlerische Klammer reicht von internationalem Rang, wie ihn das Raschèr Saxophone Quartet verkörpert, bis zum Nachwuchs aus unserer Region.

Wir danken unseren Sponsoren, Spendern, ehrenamtlichen Helfern. Sie alle tragen auf die ihnen mögliche, spezifische Weise zum Gelingen des Gesamtganzen bei. Liebe Freunde unserer Musik, Ihre Beständigkeit und die durch Ihr Kommen bekundete Wertschätzung sind uns starker Antrieb und wohltuende Bestätigung.

Danke sagt
Ihr Ludwig Güttler


Ministerpräsident Stanislaw Tillich, Schirmherr

Liebe Musikfreunde,

Sachsen ist in seiner Geschichte in zahlreiche Kriege verwickelt gewesen. Krieg ist immer schrecklich. Gut ist an der kriegerischen Vergangenheit nur, dass wir in Europa daraus gelernt haben. Woran wir Sachsen uns heute mit Stolz erinnern, das sind die friedlichen Spitzenleistungen in Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft. Sie bescheren uns ein reiches Erbe, das wir auch bei „Sandstein und Musik“ engagiert pflegen.

Beim Festivalmotto des 26. Jahrgangs, „Krieg und Frieden“, denkt, wer die Sächsische Schweiz kennt, an die Schwedenlöcher oder Pirnas wunderbare Errettung von der Brandschatzung durch die Schweden. Ebenso wird man daran denken, dass wir heute in Sachsen, Deutschland und Europa zum Glück in Frieden leben – aber vielerorts in der Welt Krieg herrscht. Und so setzen sich auch zeitgenössische Komponisten immer wieder mit dem Thema „Krieg“ auseinander, genau wie ihre historischen Vorläufer es aus aktuellem Anlass immer wieder getan haben.

Die Festivalbesucher erwartet daher in diesem Jahr ein intellektuell und emotional aufregendes Programm, das wie gewohnt von hervorragenden Musikern zu Gehör gebracht wird. Seit einem Vierteljahrhundert trägt das Festival nun schon dazu bei, die wunderbare Tourismusregion Sächsische Schweiz-Osterzgebirge kulturell aufzuwerten. An der Spitze des Trägervereins steht mit Klaus Brähmig ein Papstdorfer, der die Region als Bundestagsabgeordneter vertreten und als Präsident des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz ihre Entwicklung aktiv begleitet hat. Für dieses Engagement sage ich heute: Danke! Ich bin mir sicher: Dank Klaus Brähmig und der vielen ehrenamtlichen Helfer und Sponsoren wird das Festival Sandstein und Musik auch in seinem zweiten Vierteljahrhundert eine große kulturelle Bereicherung für Sachsen sein – in einer Welt, die hoffentlich friedlicher wird.

Ihr

Stanislaw Tillich
Ministerpräsident des Freistaates Sachsen


Klaus Brähmig, Vereinsvorsitzender

Klaus Brähmig, Vereinsvorsitzender
Klaus Brähmig

Liebe Musikfreunde, werte Gäste, sehr geehrte Damen und Herren,

willkommen zum 26. Festivaljahrgang von „Sandstein und Musik“, der 400 Jahre nach dem Beginn des Dreißigjährigen Krieges und 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs in diesem Jahr unter dem Motto „Krieg und Frieden“ steht. Auch die beeindruckende Kulturlandschaft Sächsische Schweiz und Osterzgebirge war in den letzten Jahrhunderten Schauplatz von Kriegen und Schlachten. Gerade in den letzten Monaten und Jahren müssen wir erfahren, dass Frieden ein unschätzbar hohes Gut ist. Flüchtlingsströme aus Krisengebieten und verbale Kriegserklärungen sind in unserem Alltag leider wieder Realität. Krieg, Frieden, die Vorahnungen von Krieg und die Hoffnung bzw. das Flehen um Frieden sind starke Motive, die in der Musikgeschichte Widerhall gefunden haben.

Dies zeigt das Programmangebot des bevorstehenden Festivaljahrs. Eine ganze Reihe von Werken nimmt auf Kriege und Konflikte Bezug oder formuliert innige Bitten um Frieden. Beispielhaft genannt seien die Konzerte des Blechbläserensembles Ludwig Güttler, Florian Uhligs, des Raschèr Saxophone Quartet oder von AuditivVokal Dresden. Unser Künstlerischer Leiter Professor Ludwig Güttler und unser erfahrener Dramaturg Karsten Blüthgen haben in bewährter Form dazu beigetragen, dass Thema „Krieg und Frieden“ mit ausgewählten Klangkörpern vor eindrucksvollen Kulissen und in architektonischen Kleinoden unserer Heimat zu inszenieren.

 

Die Reihe mit Vorkonzerten der Musikschule und die Sammelaktion zur Neuanschaffung von Musikinstrumenten für den musikalischen Nachwuchs der Region werden wir fortsetzen. Ein besonderes Dankeschön gilt unseren Sponsoren, Förderern und den vielen ehrenamtlichen Helfern. Ihr treues Bekenntnis zum Festival und ihre fleißige Arbeit macht das Festival Jahr für Jahr erst möglich. Auf ein Wiedersehen im Jahr 2018 freue ich mich persönlich ganz besonders. 

Ihr Klaus Brähmig
Vorsitzender des Festivals