Grußworte

Prof. Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages

Norbert Lammert, Foto: Gerd Seidel
Foto: Gerd Seidel

„Sandstein und Musik“ gibt es nun seit 25 Jahren. Dies ist ein großer Erfolg, zu dem ich herzlich gratuliere. Er ist mehr als verdient und war gleichwohl nicht selbstverständlich, wusste doch schon Wilhelm Busch um die Schwierigkeit, Menschen für Sang und Klang zu begeistern.

„Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie mit Geräusch verbunden“, schrieb der Dichter einst skeptisch, was Klaus Brähmig und seine Mitstreiter aber nicht davon abhielt, 1992 die Initiative zu ergreifen und „ein hochklassiges Kulturangebot zu sozialverträglichen Preisen“ in ihrer Heimat Sachsen zu schaffen. Gleichzeitig den Tourismus, die Heimatverbundenheit und die musikalische Bildung, insbesondere der Jugend, fördern zu wollen, war ambitioniert, doch die überaus positive Resonanz gab den Initiatoren Recht. Schnell entwickelte sich die Pflege musikalischer, architektonischer und künstlerischer Traditionen im Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge zum Publikumsmagneten.

Insbesondere die Konzentration auf Werke von Künstlern, die mit Sachsen verbunden sind, wie Richard Wagner, Carl Maria von Weber und Ernst Julius Otto, sorgte für die wachsende Attraktivität des Festivals in der Region – aber längst auch weit darüber hinaus. Kaum zu bezweifeln, dass die unter der Leitung von Ludwig Güttler produzierten „Geräusche“ vor stets unverwechselbarer Sandsteinkulisse selbst einen hartnäckigen Musikbanausen wie Wilhelm Busch bekehrt hätten. Denn andernorts bekannte der Dichter aus Niedersachsen: „So lange Herz und Auge offen, um sich am Schönen zu erfreun, so lange, darf man freudig hoffen, wird auch die Welt vorhanden sein.“

In diesem Sinne wünsche ich dem Festival alles Gute für mindestens weitere 25 Jahre kultureller Erfolgsgeschichte – und das mehr denn je im Zeichen von „Weltoffenheit und Toleranz“!

Prof. Dr. Norbert Lammert
Präsident des Deutschen Bundestages


Ministerpräsident Stanislaw Tillich, Schirmherr

Liebe Musikfreunde,

im Alten China wusste man: Staat und Musik sind miteinander verknüpft. Ist die Musik in Unordnung, muss es auch der Staat sein. Deshalb sollen chinesische Kaiser zu Beginn ihrer Herrschaft den Befehl gegeben haben, der Minister habe die Musik wieder in Einklang mit dem Weltall zu bringen.

Nun ist es kein Anliegen sächsischer Politik, auf die Harmonie des Weltalls Einfluss zu nehmen. Aber jeder von uns sucht nach Harmonien in seinem Leben. Die Musik kann sie bieten, vor allem in Verbindung mit einer so wunderbaren Landschaft wie der Sächsischen Schweiz. An den ausgesuchten Veranstaltungsorten und in der exquisiten Musik spüren wir, wie weit in die Geschichte hinein unsere Wurzeln reichen. Wurzeln, die uns Halt und Sicherheit geben, die unser heutiges kulturelles Leben nähren und immer wieder neu zum Erblühen bringen. Orte und Musik bringen in uns etwas zum Klingen, erzeugen eine Resonanz, die uns sagen lässt: Hier sind unsere Wurzeln, hier ist unsere Heimat.

Bereits zum 25. Mal bringt das Festival Sandstein und Musik Musikliebhaber und Musiker zusammen und ermöglicht dabei allen Bürgerinnen und Bürgern, Sternstunden der Musik zu erleben. In einem Vierteljahrhundert künstlerischer und organisatorischer Arbeit haben die Veranstalter um Prof. Ludwig Güttler dieses Musikfestival in der kulturellen Landschaft von Sachsen und Deutschland fest etabliert. Während wir uns auf den 25. Festival-Jahrgang freuen dürfen, gebührt den Machern von „Sandstein und Musik“ für ihr außerordentliches Engagement ein herzliches Dankeschön. Was Sie hier geschaffen haben, ist großartig. Hegen Sie bitte auch künftig genauso engagiert die musikalischen Wurzeln Sachsens!

Ihr
Stanislaw Tillich
Ministerpräsident des Freistaates Sachsen


Klaus Brähmig, Vereinsvorsitzender

Klaus Brähmig, MdB, Vereinsvorsitzender
Klaus Brähmig, MdB

Liebe Musikfreunde, werte Gäste, sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen des Vorstandes und der Mitglieder heiße ich Sie alle herzlich zum 25. Jahrgang in unserer zauberhaften Festivallandschaft und sächsischen Heimat willkommen. Das Jahresmotto 2017 lautet: „Zu den Wurzeln“. Dabei wollen wir an die Anfänge unseres Festivals erinnern, das uns dank Ihrer Treue bis heute trägt. In Zahlen: Seit 1993 haben 156 Musiker bzw. Ensembles in 573 Konzerten an 44 Spielorten über 158.000 Zuschauer in ihren Bann gezogen. Neben Ihrer Treue sind das Ehrenamt der Vereinsmitglieder, das regionale Sponsoring, die exzellente künstlerische Leitung durch Professor Ludwig Güttler und die Dramaturgie von Karsten Blüthgen seit vielen Jahren die Garanten des Erfolgs.

Mit 31 Veranstaltungen im Jubiläumsjahrgang wollen wir Sie auf eine musikalische Reise entführen. Viel Neues und Bewährtes ist im Angebot und so mancher Leckerbissen ist wieder dabei. Beispielsweise empfehle ich Ihnen die musikalische Bildbetrachtung anlässlich des 200. Geburtstages des sächsischen Malers Franz Wilhelm Leuteritz. Mein ganz persönlicher Dank gilt an dieser Stelle aber erneut Professor Ludwig Güttler für die überragende Intendanz und seine Treue zum Festival. Es waren die vielen innovativen Ideen, mit denen er und sein Team das Festival in den Jahren bereichert haben. Beispielhaft freuen wir uns auch in diesem Jahr mit der Musikschule Sächsische Schweiz, das Sammelprojekt zur Anschaffung von Musikinstrumenten fortzusetzen. Was kann es Schöneres geben als Musikinstrumente in den Händen von Kindern, die sich für Musik begeistern. Wer musikalischen Nachwuchs fördert, fördert Kreativität, die wir für die Zukunft in allen Lebensbereichen gut gebrauchen können.

Wer das Festival im 25. Jahrgang besucht, wird nachher in Dankbarkeit sagen: Die Landschaft ist ein Geschenk des Himmels, alles andere ist harte Arbeit. Ich freue mich auf ein Wiedersehen bei „Sandstein und Musik“.

Ihr Klaus Brähmig, MdB
Vorsitzender des Festivals