Virtuose Solisten: 29. September 2013, 17:00 Uhr, Ev. Kirche Dippoldiswalde

Programm

Andrea Grossi (geb. vor 1670)
Sonata decima D-Dur für Trompete, Streicher und Basso continuo op. 3/10

Georg Friedrich Händel (1685-1759)
Concerto B-Dur für Violine, Streicher und Basso continuo

Antonio Vivaldi (1678-1741)
Konzert a-Moll für Oboe, Streicher und Basso continuo RV 461

Christoph Förster (1693-1745)
Konzert Es-Dur Nr. 2 für Corno da caccia, Streicher und Basso continuo

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Doppelkonzert d-Moll für Oboe und Violine, Streicher und Basso continuo BWV 1060

Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Concerto grosso B-Dur „per Signore Pisendel“ für Violine, Streicher und Basso continuo

Johann Joachim Quantz (1697-1773)
Konzert Es-Dur für Corno da caccia, Oboe, Violine und Basso continuo QV 5: Anh. 14

Ausführende

Solistenensemble Virtuosi Saxoniae:
Ludwig Güttler (Trompete und Corno da caccia)
Andreas Lorenz (Oboe)
Roland Straumer (Violine)
Johanna Mittag (Violine)
Heinz-Dieter Richter (Violine)
Michael Schöne (Viola)

Basso continuo:
Friedwart Christian Dittmann (Violoncello)
Bernd Haubold (Kontrabass)
Friedrich Kircheis (Cembalo)

Leitung: Ludwig Güttler

Bologneser, feinere Melodisten und andere Raritäten

Kennen Sie einige Schulen der Musikgeschichte? Die bekannteste dürfte die „Wiener Klassik“ sein, der gut ein Jahrhundert später die „Zweite Wiener Schule“ folgen sollte. Es gibt die „Mannheimer Schule“, die „Venezianische Schule“ oder, im vokalen Bereich, die „Berliner Liederschule“ und und und… Stets standen einflussreiche, eben stilprägende Musiker dahinter. Auch dieses Programm ist reich an Namen von Komponisten, die auf je eigene Art und an verschiedenen Wirkungsstätten europaweit Schule machten: Antonio Vivaldi in Venedig, wo er das barocke Concerto in seiner prägnanten Dreisätzigkeit und einer gedanklich geschlossen Ritornellform zur Vollendung brachte. Bach in Mitteldeutschland, der den musikalischen Kontrapunkt – das so spannungsgeladene wie ausgleichende Spiel „Noten gegen Note“ – perfektionierte.

Von der „Bologneser Schule“ erzählt das erste Werk dieses Programms. In Bologna entdeckte eine ganze Reihe von Komponisten ausgangs des 17. sowie im frühen Jahrhundert die Trompete als virtuoses Soloinstrument. (Auszug aus der Werkeinführung von Karsten Blüthgen. Den vollständigen Text finden Sie im Festivalkatalog.)