Tierisch-musikantisch: 1. Dezember 2013, 17:00 Uhr, Ev. Kirche Sebnitz

Programm

Vorprogramm

Komponistenportrait Rainer Lischka (geb. 1942)
Zwei Stücke aus Suite „Die Musikanten stellen sich vor“ für Klavier zu vier Händen (1976)
 „Drei launige Stücke“ für Violine und Klavier (UA 2012)
Aus „Grooves“ für Posaune, Klavier und Schlagzeug (1996)

 

Programm

Luciano Berio (1925-2003)
„Opus Number Zoo“ für Bläserquintett

Ludwig Thuille (1861-1907)
Sextett B-Dur für Klavier und Bläserquintett Klavier op. 6

Sergej Prokofjew (1891-1953)
„Peter und der Wolf – wie es wirklich war“ für Bläserquintett und Sprecher

Francis Poulenc (1899-1963)Sextett f-Moll für Klavier, Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott

Ausführende

Bläserquintett der Staatskapelle Dresden:
Andreas Kißling (Flöte)
Bernd Schober (Oboe, Sprecher)
Wolfram Große (Klarinette)
Joachim Hans (Fagott)
Robert Langbein (Horn)

Margarita Höhenrieder (Klavier)


Im Vorprogramm musizieren Schüler der Musikschule Sächsische Schweiz:
Pauline Adam (Violine, 10. Unterrichtsjahr)
Cornelius Weber (Posaune, 4. Uj.)
Hannah Baumgarten (Klavier, 4. Uj.; Suite)
Marlene Büttner (Klavier, 4. Uj.; Suite)
Anna-Kristina Nickel (Klavier, 9. Uj.; „Drei launige Stücke“)
Danilo Schiller (Klavier, 1. Uj.; „Grooves“)
Tom Reichelt (Schlagzeug, 3. Uj.)

Vitamin des Lebens

Bläserprogramme tragen gern ein Augenzwinkern in sich. Ein flüchtiger Blick auf das heutige zeigt: Es ist auch diesmal so. „Opus Number Zoo“ heißt eines der Werke. Ein anderes will uns das Märchen von „Peter und der Wolf“ erzählen – „wie es wirklich war“. Man spielt nicht mit Worten noch witzelt man, wenn es nur bierernst zur Sache ginge. Das kleine Werkporträt Rainer Lischkas, das Musikschüler vorab hören lassen, passt glänzend. Der Dresdner Komponist schreibt zwar per definitionem „ernste Musik“, doch unterschlägt er weder das Leichte noch Unterhaltsame.

Rainer Lischka begreift den Humor als ernste Angelegenheit und als Vitamin des Lebens. Manchmal spürt er den Vorwurf, sich der Spaßgesellschaft anzubiedern: Wenn schon ernsthaft komponieren, dann müsse dies die furchtbaren Dinge der Welt widerspiegeln. Keineswegs leugnet Lischka die täglichen Schrecklichkeiten, aber die Reaktion sollte nicht zu kurz greifen. Ist Freude eine Überlebensstrategie? „So kann man es sagen. Es muss auch Stücke geben, die in den Rhythmen des Lebens swingen. Stücke, die sozusagen lachen und uns mitlachen lassen. Ansonsten müsste man sich wohl fragen, ob man überhaupt heiter sein und sich freuen darf. Was wäre denn erreicht?“ – Worte, die für das ganze Programm gelten. (Auszug aus der Werkeinführung von Karsten Blüthgen. Den vollständigen Text finden Sie im Festivalkatalog.)