„The Golden Age“: 15. Juni 2013, 17:00 Uhr, Ev. Kirche Dohna

Programm

Thomas Tallis (um 1505-1585)
„Te lucis ante terminum“, I. Festal Tone
„O sacrum convivium“

Anonymus (England, 13. Jh.)
„Salve sancta parens“

William Byrd (um 1539/40-1623)
„Domine, secundum multitudinem“
„Vigilate“

Anonymus (England, 13. Jh.)
„Alleluya moduletur“, V. Veni, mater gratie

William Byrd
„Ne irascaris“ / „Civitas sancti tui“

Thomas Tallis
„Te lucis ante terminum“, II. Ferial Tone
„The Lamentations of Jeremiah“, First Set: Incipit lamentatio
Offertorium: „De profundis“
„The Lamentations of Jeremiah“, Second Set: De lamentatione

Ausführende

amarcord:
Wolfram Lattke, Tenor
Martin Lattke, Tenor
Frank Ozimek, Bariton
Daniel Knauft, Bass
Holger Krause, Bass

„The Golden Age“ – Englische Vokalmusik der Renaissance

Es blüht auf, in voller Pracht, und scheint dennoch, das was gewesen ist, und das, was kommen mag, behutsam in sich zu bewahren. Es lässt Hoffnungen in den Herzen reifen, Wünsche und das Bedürfnis, das, was ist, in seiner ganzen Schönheit zu genießen.
Immer wieder durchleben Menschen diesen sonderbaren Zustand. Einen Zustand der inneren Glückseligkeit; einen Moment, in dem alles perfekt scheint, Sorgen vergessen, Träume zum Greifen nah und der pure Lebensgenuss im Mittelpunkt des Daseins.

Auch wenn viele Historiker davor warnen, das Elisabethanische Zeitalter (1558-1604) durch eine rosa-rote Brille zu betrachten, beweisen viele historische Zeugnisse, dass die englische Bevölkerung Kunst und Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft mit dem Machtantritt von Elisabeth I. genau diesen Zustand erlebt hat. Es war ein goldenes Zeitalter, in dem ein William Shakespeare mit seinen Dramen das englische Theater revolutionierte und Komponisten wie Thomas Tallis und William Byrd Werke schrieben, die trotz verklärter Goldetikette ihre innere Größe bewahrt haben.

Wer am englischen Hof als Musiker oder Sänger beschäftigt war, gehörte zu den besten seiner Kunst. Viele von ihnen kamen aus dem Ausland, die Komponisten Thomas Tallis und William Byrd, die in der „Chapel Royal“ zu zweit das Amt des Organisten bekleideten, waren Engländer. Sie erlebten unter Elisabeth I. eine goldene Ära, in der sie ihre Leidenschaft zur Musik in einer Freiheit ausleben konnten, die kaum anderen Komponist damaliger Zeit gegönnt war. (Auszug aus der Werkeinführung von Katharina Höhne. Den vollständigen Text finden Sie im Festivalkatalog.)