Sopran, Violoncello und Harfe: 9. November 2013, 17:00 Uhr, Ev. Kirche Burkhardswalde

Programm

Manuel de Falla (1876-1946)
„Siete canciones populares Espagñolas“, bearbeitet für Sopran, Violoncello und Harfe von Barbara Christina Steude

Benjamin Britten (1913-1976)
aus Suite No. 2 op. 80 für Violoncello
aus „8 Folksong Arrangements“ für hohe Stimme und Harfe

Reinhold Glière (1875-1956)
aus „12 Albumleaves“ op. 51, eingerichtet für Violoncello und Harfe von Astrid von Brück

John Tavener (geb. 1944)
„Akhmatova Songs“ (1993) für Sopran und Violoncello

André Caplet (1878-1925)
Zwei Lieder für Sopran und Harfe
Satz aus „Deux Divertissements“ pour harpe (1924)

Claude Debussy (1862-1918)
Fünf Lieder nach Texten von Paul Bourget
Zwei Lieder nach Texten von Paul Verlaine

Francis Poulenc (1899-1963)
„À sa guitare“ für Sopran und Harfe FP 79

Maurice Ravel (1875-1937), aus „2 Mélodies hébraïques“ (1914)

Ausführende

Barbara Christina Steude (Sopran)
Friedwart Christian Dittmann (Violoncello)
Astrid von Brück (Harfe)

Offenbarungen mit drei lyrischen Instrumenten

Wenn Sopran, Cello und Harfe aufeinander treffen, vereinigen sich drei lyrische Instrumente zu einem betörenden Ganzen, dessen Magie man sich nicht entziehen kann. Eine äußerst reizvolle Kombination also, könnte man meinen, der sich Komponisten wohl dankbar und voller herrlicher Einfälle annahmen. Doch tatsächlich ist das Repertoire für diese Besetzung lange Zeit recht überschaubar geblieben. Die Musikwelt nahm die Harfe erst spät auch als vollwertiges Instrument mit solistischen Qualitäten und hohem Potenzial wahr, weshalb sie ihre wahre Blüte erst in der späten Romantik bis in die Moderne erlebte.

Durch ihre breite kulturelle Geschichte und ihren betörenden, aber zugleich von Konnotationen unbelasteten Klang wurde sie auch zu einem idealen Mittler zwischen verschiedenen Kulturen und transzendenter Kommunikation. In diesem Umstand findet es sich, dass in diesem Programm auch so manche, von den üblichen Konzertplänen weitgehend unbeachtete Künstler zum Zuge kommen, da sie dieses Instrumentarium aus dem Schattendasein befreiten und sogleich zu einem hohen musikalischen Anspruch führten. (Auszug aus der Werkeinführung von Carlos Lozano Fernandez. Den vollständigen Text finden Sie im Festivalkatalog.)