Junge Elite: 6. Juli 2013, 17:00 Uhr, Barockschloss Rammenau, Spiegelsaal

Programm

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Partita d-Moll für Violine solo BWV 1004

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Sonate G-Dur für Klavier und Violine op. 30 Nr. 3

Niccolo Paganini (1782-1840)
Caprice Nr. 13 B-Dur für Violine solo

Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840-1893)
„Valse-Scherzo“ C-Dur op. 34, bearbeitet für Violine und Klavier

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Andante aus dem Violinkonzert D-Dur KV 218, transkribiert für Violine und Klavier

Fryderyk Chopin (1810-1849)
Ballade Nr. 1 g-Moll op. 23 für Klavier

Henryk Wieniawski (1835-1880)
„Première polonaise de concert“ D-Dur op. 4, bearbeitet für Violine und Klavier

Pablo de Sarasate (1844-1908)
„Zigeunerweisen“ op. 20, bearbeitet für Violine und Klavier

Ausführende

Jacob Meining (Violine)

Darya Hrynkiv (Klavier)

Betörende Klänge, bezwingende Stärke

In der Teufels Küche brodelts! Der „Teufelsgeiger“, wie Niccolo Paganini bereits zu Lebzeiten im Volksmund genannt wurde, komponierte ein Capriccio Nr. 13 B-Dur, das ein hämisches Lachen des Mephistopheles assoziiert. Das Stück ist Teil der 24 Capricci op. 1, einer Sammlung, die in der Tradition der Violin-Virtuosen steht. Seinem Vorbild Pietro Locatelli folgend, übernahm er das „Geheimnis“ des Doppelgriff- Flageoletts. Paganinis Ruhm ging einerseits auf das enorme Virtuosentum, andererseits auf sein gesamtes Auftreten als Künstlerpersönlichkeit zurück. Er strebte eine maximale Ausdifferenzierung des Klanges an, indem er beispielsweise Bogenstricharten kombinierte, verschiedene Doppelgriffe verwendete und das Spielen einer Melodie mit gleichzeitigem Tremolo verband.

In seinen Violinkonzerten und Konzerten überhaupt lag es Mozart nicht vordergründig an Virtuosität, sondern dem natürlichen Fluss der Musik samt schöner Melodien, ohne den technischen Aspekt zu verlieren. Immerzu suchte er den Ausgleich zwischen dem gelehrten, dem polyphonen, und dem homophonen galanten Stil, zwischen Ernst und Popularität. Die langsamen Mittelsätze seiner Konzerte, wie dem heute gespielten Andante cantabile, sollten den Hörer in eine andere, dem Traum nahe Welt entführen… (Auszug aus der Werkeinführung von Julia Asmus. Den vollständigen Text finden Sie im Festivalkatalog.)