Himmelfahrtskonzert: 9. Mai 2013, 17:00 Uhr, Ev. Kirche Königstein

Programm

Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Konzert D-Dur für Corno da caccia, Streicher (Oboen), Fagott und Basso continuo

Antonio Vivaldi (1678-1741)
Konzert h-Moll für 4 Violinen, Streicher und Basso continuo RV 580 aus „L’estro armonico“

Georg Friedrich Händel (1685-1759)
Concerto a due cori D-Dur HWV 335a für 2 Trompeten, 4 Corni da caccia, Pauken, 2 Oboen, Fagott, Streicher und Basso continuo

Johann Friedrich Fasch (1688-1758)
Concerto D-Dur Nr. 2 für 2 Corni da caccia, 2 Oboen, Fagott, Streicher und Basso continuo FaWV L:D18

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Konzert d-Moll für 2 Violinen, Streicher und Basso continuo BWV 1043

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Sinfonie Nr. 36 C-Dur KV 425 („Linzer Sinfonie“)

Ausführende

Solisten

Virtuosi Saxoniae

Leitung: Ludwig Güttler

Majestätischer Kammerreigen

Georg Philipp Telemann ist ein gutes Beispiel dafür, dass auch Autodidakten eine großartige Karriere vorweisen können. Während er für die Leipziger Thomaskirche regelmäßig Kantaten komponierte, gründete er nebenbei ein Collegium musicum. In seiner Eisenacher Zeit lernte Telemann den späteren Thomaskantor Johann Sebastian Bach kennen. Beide verband nicht nur ihr berufliches Schaffen an der Leipziger Thomaskirche, sondern auch eine enge private Freundschaft, die sich in der Patenschaft Telemanns für Carl Philipp Emmanuel Bach zeigte. Seit 1721 ist Telemann in Hamburg als Musikdirektor nachzuweisen und wie an all seinen Wirkungsorten schaffte er es auch hier, mit systematischer Akribie ein öffentliches Konzertwesen zu etablieren.

Mit Telemanns fünfsätzigem Konzert D-Dur TWV 52:D2 für Corno da caccia, Streicher (Oboen), Fagott und Basso continuo entsteht gleich zu Beginn ein wohl geformtes Klangbild, das einen feierlichen und farbenfrohen Einstand gibt. Der dritte Satz verspricht spannende Höhenflüge, die mit energiegeladenen und beweglichen Hornpartien einen aufstrebenden Eindruck hinterlassen. Ganz anders dagegen der vierte Satz: Telemann verzichtet auf die Hörner und erzeugt mit einem leicht verhaltenen Charakter der übrigen Instrumente eine zarte Strahlkraft. Ein rhythmisch federnder und erfrischender Wettlauf der beiden Solohörner beendet schließlich dieses leichtfüßige Werk. (Auszug aus der Werkeinführung von Claudia Lubkoll. Den vollständigen Text finden Sie im Festivalkatalog.)