Duo-Abend: 5. Juli 2013, 20:00 Uhr, Ev. Kirche Lohmen

Programm

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Duo G-Dur für Violine und Violoncello KV 423

Joseph Ghys (1801-1848)/Adrien Francois Servais (1807-1866)
Variations brillantes et concertantes sur l’air „God save the king“ op. 38

Maurice Ravel (1875-1937)
Sonate für Violine und Violoncello

Ausführende

Mira Wang (Violine)

Jan Vogler (Violoncello)

Ein Freund, ein guter Freund …

… das ist das Schönste was es gibt auf der Welt“, singen Heinz Rühmann, Willy Fritsch und Oskar Karlweiss in dem berühmten Filmklassiker „Die drei an der Tankstelle“. Inmitten von Tanksäulen und Reifenstapeln tanzen und singen sie vergnügt ein Loblied auf die Freundschaft, und dass ihnen die gerade erworbene Tankstelle „Zum Kuckuck“ aus der finanziellen Misere hilft: „Klopfendes Herz und der Motor ein Schlag! Lachendes Ziel, lachender Start und eine herrliche Fahrt. Rom und Madrid nehmen wir mit. So ging das Leben im Taumel zu dritt.“

Als Michael Haydn 1783 dem Salzburger Erzbischof ausrichten ließ, dass ihn eine heimtückische Krankheit ans Bett fessele und er deswegen nicht wisse, ob er die in Auftrag gegebenen Duos für Violine und Viola bis zum Abgabetermin vollenden werde, reagierte der alles andere als mitfühlend. „Sollte es Haydn nicht schaffen, die sechs Stücke fristgerecht abzugeben“, sagte er, „bekommt er keinen Lohn!“. Haydn, der noch nie mit Colloredo aneinander geraten war, machte diese Drohung sehr zu schaffen. Zur gleichen Zeit machte sich Wolfgang Amadeus Mozart zusammen mit seiner Frau Constanze auf den Weg nach Salzburg. Mozart nutzte die Reise auch, um seinen alten Freund Michael Haydn zu besuchen. Haydn klagte, er sei so geschwächt, dass er nicht mal mehr arbeiten könne. Als er dann noch von der Zwietracht mit Colloredo berichtete, beschloss Mozart seinem Freund zu helfen. Zwei Tage später kam er wieder, die fehlenden Duos unter seinem Arm klemmend. Haydn war irritiert: „Aber Wolfgang!“ Mozart legte seine Kompositionen zu den vier fertigen in die Notenmappe und schrieb auf das Deckblatt: Michael Haydn… (Auszug aus der Werkeinführung von Katharina Höhne. Den vollständigen Text finden Sie im Festivalkatalog.)