Abschluss: 15. Dezember 2013, 17:00 Uhr, Kirche St. Marien Pirna

Programm

Intrada
(Pietro Torri, Marsch für 2 Blechbläserchöre und Pauken)

Partita für Blechbläser im Advent „Nun komm, der Heiden Heiland“
(Werke von Wilhelm Friedemann Bach, Andreas Raselius, Friedrich Wilhelm Zachow und Johann Crüger)

Giovanni Gabrieli
Canzon XII doppelchörig

Partita über „Wie soll ich Dich empfangen“
(Werke von Antonio Vivaldi und Johann Crüger)

Partita über „Tochter Zion“
(Werke von Georg Friedrich Händel und Ludwig van Beethoven)

Orindio Bartolino
Canzon Nr. 30 für zwei Blechbläserchöre

Partita für Blechbläser zu Weihnachten
(Werke von Michael Praetorius, Melchior Vulpius und William Brade)

Tomaso Albinoni
Sonate C-Dur für 2 konzertierende hohe Trompeten, Solowaldhorn, Soloposaune, Blechbläser und Pauken

Giovanni Gabrieli
Canzon a 4 „La Spiritata“

Partita über „In dulci jubilo“
(Werke von Johann Hermann Schein, Ludwig Güttler, Michael Praetorius und Adolf Busch)

Partita über „Gottes Sohn ist kommen“
(Herbert Gadsch)

Ausklang: Partita über „Vom Himmel hoch, da komm ich her“
(Werke von Michael Praetorius und Johann Eccard)

Ausführende

Blechbläserensemble Ludwig Güttler

Leitung: Ludwig Güttler

Sächsische Bläserweihnacht

Das heutige Programm möchte sensibilisieren für das, was Weihnachten für die Menschen bedeutete in einer Zeit, die Massenkonsum und hohen Lebensstandard noch nicht kannte. In einer Zeit, in der sich die Menschen schutzloser, schuldbewusster fühlten und den Erscheinungen der Natur mit mehr Demut begegneten – in der sie schließlich Halt und Hoffnung suchten in der Weihnachtsbotschaft. Das Programm, mit dem das Festival Sandstein und Musik endet, gleicht einer Zeitreise durch mehrere Jahrhunderte, bietet instrumentale und Vokalsätze unterschiedlicher Herkunft und Entstehungszeit. Es macht ein Stück Musikgeschichte hörbar, gespiegelt im gleichsam „singenden“ Klang der Blechbläser.

Der christliche Weihnachtskreis um die Geburt Jesu (Weihnachten), einsetzend mit der Erwartung seiner Ankunft (Advent), schließend mit dem Fest der Erscheinung des Herrn (Epiphanias), gilt als einer der Höhepunkte im Kirchenjahr. Das große Mysterium um die Menschwerdung Gottes findet in der bildenden Kunst des Abendlandes ebenso wie auf musikalischer Ebene seinen Widerhall in einem faszinierenden und unerschöpflichen Reichtum an Werken, Formen und Stilen. Das Spektrum reicht vom schlichten, leicht singbaren Choral wie „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ bis zu aufwendig gearbeiteten, anspruchsvollen Werken wie „Lobet den Herrn, alle Heiden“, einer Motette des Thomaskantors Johann Sebastian Bach. (Auszug aus der Werkeinführung von Karsten Blüthgen. Den vollständigen Text finden Sie im Festivalkatalog.)