Grußworte

Ministerpräsident Stanislaw Tillich, Schirmherr

Liebe Musikfreunde,

das diesjährige Festival Sandstein und Musik steht unter dem Motto: „Die Musik beginnt, wo Worte versagen“. Dieses bei Victor Hugo entliehene Zitat verdeutlicht, dass es kaum eine Kunstform gibt, die uns Menschen so emotional und direkt anspricht. Musik versetzt uns in andere Sphären und verbindet Menschen über Grenzen hinweg. Sie ist eine Sprache, die von allen verstanden wird. Dies fördert Weltoffenheit und Toleranz. Werte, die nicht selbstverständlich sind, sondern die es stets und immer wieder zu erringen gilt. Seit nunmehr 21 Jahren leisten die künstlerische Leitung und der Festivalverein dafür einen wichtigen Beitrag.


Zugleich verbindet das Festival die einzigartige Architektur des Kulturraumes Elbtal-Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit Musik unterschiedlicher Epochen zu einem sinnlichen Zweiklang, der Augen und Ohren anspricht. Kleine und große Ensembles höchster Qualität zogen in den letzten Jahren 120.000 Musikfreunde aus Europa, Deutschland und dem Freistaat Sachsen nachhaltig in ihren Bann. Ich bin zuversichtlich, dass die Veranstaltungen im Rahmen des Festivals auch in diesem Jahr ein aufgeschlossenes und neugieriges Publikum erreichen werden.


In diesem Sinne wünsche ich allen Besuchern des Festivals erlebnisreiche Tage in Sachsen. Lassen Sie sich von den Werken der Komponisten inspirieren und vom Ambiente der Umgebung begeistern!


Stanislaw Tillich
Ministerpräsident des Freistaates Sachsen


Ludwig Güttler, künstlerischer Leiter

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde unseres Festivals Sandstein und Musik!


Wir sind stolz und dankbar, nach zwanzig gelungenen Festivaljahrgängen Ihnen den neuen, nunmehr 21. Jahrgang präsentieren zu können.

Das Zusammenwirken von hohem künstlerischen Anspruch, bürgerlichem Engagement und verlässlichem Sponsoring, gepaart mit höchst notwendiger, öffentlicher Wertschätzung und Unterstützung, schafft einzigartige musikalische Erlebnisse und eine erwartungsfrohe,
gelöste, eben freudige Atmosphäre zwischen Ihnen, dem Publikum und uns, den Ausführenden. Dieses Zusammenwirken ist ein wesentliches Merkmal der Musikausübung selbst und zeitigt ein schöpferisches, auf Verlässlichkeit gegründetes Abbild und Vorbild menschlichen Umgangs, von dem wir – alle Beteiligten – Zuspruch und Zuversicht, Kraft und Lebensmut erhalten.


Nach romantischer Musikanschauung sei Instrumentalmusik, jene „kühne, wortlose Musik“, vollkommener als die Kunst des Wortes. Nach Schopenhauer fasse Musik das „innerste Wesen der Welt“ in Töne. Unser Jahresmotto „Die Musik beginnt, wo Worte versagen“ greift darauf zurück, um das Phänomen aber allgemeiner zu fassen: Musik hat ihre eigene, unverwechselbare, eigenen Gesetzen folgende Sprache. In ihrer vielfältigen, spezifischen Klanglichkeit – sei es ein barockes Konzert, eine Klaviersonate, ein Streichquartett oder ein Lied – eröffnet sich ein ganzer Kosmos an Wirkungen, Ausdrucksnuancen und Momenten feinsinniger Empfindungen und Stimmungen. Kommen Sie und nehmen Sie teil!

Ludwig Güttler


Klaus Brähmig, Vereinsvorsitzender

Liebe Musikfreunde,

was ein Musikfestival leisten kann, erfuhr ich jüngst. Die Mutter einer ehemaligen Musikschülerin der Kreismusikschule bat mich um eine Grußbotschaft zur Hochzeit der Tochter. Die Familie hatte ich bei Vorkonzerten der Kreismusikschule im Rahmen unseres Festivals kennen gelernt. Die junge Frau studiert nun Musik auf Lehramt und will die Freude, die sie hier bei ihren ersten öffentlichen Auftritten erlebt hat, weitergeben. Die Arbeit der letzten Jahre hat sich also anscheinend gelohnt ...

Es war unser künstlerischer Leiter Professor Ludwig Güttler, der frühzeitig darauf hingewiesen hat, dass Musiker schon mit jungen Jahren an große Aufführungen und Publikum herangeführt werden sollten. „Fördern und Fordern“ ist die gemeinsame Maxime bei der Zusammenarbeit mit den regionalen Musikschulen. Auch dieses Jahr werden wir daher Geld für Musikinstrumente sammeln, denn gerade Kinder aus sozial schwächeren Familien sollen ihre Liebe zur Musik entwickeln können. Das anspruchsvolle Programm wäre ohne den Schirmherrn, Ministerpräsident Stanislaw Tillich, die treuen Sponsoren und viele ehrenamtlich Tätige nicht zu verwirklichen. Gemeinsam wollen wir Ihnen ein Stück Freude schenken.

Ihr Kommen ist unsere Freude!
Ihr Klaus Brähmig